Naturforscher-AG: Fragen statt Antworten

Seit Beginn des Schuljahres 12/13 machen sich am Mittwochnachmittag 19 Jungen und Mädchen auf den Weg, zu schauen, was es zu schauen gibt.

Im Gepäck: Pflaster, ein Taschenmesser, eine Lupe, wer will auch ein Klemmbrett und ein Bestimmungsbuch, eine Tüte, vor allem aber 19 Kindergehirne voller Fragen:

Kann man die Zweige  der Trauerweide zusammenknoten und falls ja, wie viele Kinder hält diese Schaukel aus?  Wer kann die meisten Farben sammeln? (Als Antwort werden Beeren zerquetscht, Blätter verrieben und Erdkrümel  auf Papier geschmiert.) Wie tief müssen wir graben bis es nasser oder trockener wird? Oder auch: Wie viele Kastanien passen in eine Hosentasche? Kann ich aus einem Ast ein Katapult bauen? Wie schnell kriecht dieser Käfer? Wie viele Tiere gibt es in deinem Garten? Was schmeckt Kaninchen? Warum geht die Pfütze in der Baustelle nicht weg?

Manchmal machen wir Experimente. Schon länger beschäftigen wir uns mit Feuer. Zwei alte Einkochtöpfe sind unser Experimentierfeld: Was brennt, was nicht und warum stinkt es manchmal?  Warum brennt ein Blatt Papier, nicht aber ein ganzes Bündel?  Wir grillen Marshmallows  und merken, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, ein Feuer auch wieder zu löschen. (Wie gut, dass unsere Praktikantin Pauline bei der Feuerwehr ist !)

Bei Regenwetter mikroskopieren und zeichnen wir, betrachten und untersuchen die Fundstücke der vergangenen Wochen. Aber eigentlich sind die meisten Kinder ganz froh, dass es bei uns nicht so oft regnet.

Draußen zu spielen ist nicht nur für Kinder, die den Tag in der Schule verbringen, nicht mehr selbstverständlich. Dabei dreckig zu werden für manche eine kleine Katastrophe. Schade! Es gibt viel zu entdecken, auszuprobieren, zu erforschen. Auch die unruhigen Kinder sind draußen ganz ruhig, konzentriert, diszipliniert. Draußen muss man nicht, man darf: Laut schreiend über die Wiese rennen oder eine halbe Stunde auf einem Fleck sitzen bis die Hose nass ist; Im Kompost so viele Engerlinge wie möglich sammeln und sie hinterher wieder aussetzen und darauf wetten wessen Engerling als erster in der Erde verschwunden ist. Wobei wieder neue Fragen auftauchen. Was machen die Engerlinge eigentlich im Kompost? Warum sehen sie so komisch aus? Wie groß werden sie noch? Warum habe ich noch niemals vorher welche gesehen? Züchtest du die?

Die meisten Fragen beantworten sich die Kinder selbst indem sie nur lange genug fragen, beobachten, ausprobieren. Andere Fragen können die Erwachsenen beantworten. Wieder andere bleiben offen, oder müssen erforscht werden, wenn es mal regnet und wir in den Büchern lesen. Aber das kommt ja bei uns nicht so oft vor.

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