Wir verleihen dem Lernen Flügel!!!

„Vielfalt, nicht Uniformität ist Stärke!“ (Willy Brandt)

DEUTSCHER  SCHULPREIS 2013 – Auszug auf der Laudatio:

  1. Aus der Laudatio

    „Diese Turnhalle ist unsere ‚Arena’! Hier versammeln wir uns, um den anderen unsere Arbeitsergebnisse der vergangenen Wochen zu zeigen!“ „Mit diesen Instrumenten spielen wir im ‚Streicherprojekt’. Wir üben für Konzerte, die öffentlich aufgeführt werden, z. B. in der Pfarrkirche“. Vier Schülerinnen, Nicole, Paulina, Amelie und Helena, führen uns, das Besuchsteam, durch die Schule in Gau-Odernheim. Sorgfältig haben sie auf Karteikarten aufgeschrieben, was sie uns an verschiedenen Orten über ihre Schule erzählen wollen. Die Grundschule Gau-Odernheim sieht sich als eine Schule „auf dem Weg zur Inklusion“. In den Ganztagsklassen wird Heterogenität als Potential für erfolgreiches Lernen genutzt: hier lernen Kinder in der größtmöglichen Mischung aller vier Jahrgänge und Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam! Sie arbeiten mit kompetenzorientierten Wochenplänen, die nach Aufgabenformat und Umfang variieren. Bücher und Arbeitsblätter werden kaum noch verwendet, denn die Kinder erstellen sich ihre Materialien selbst. Ein stark individualisierter Unterricht ist die Folge, in dem jedes Kind nach eigenem Lernstand und Potential optimal gefördert wird. Das klappt so gut, dass das Ende der Schulzeit in Gau-Odernheim für ein Kind der „Vertreibung aus dem Paradies“ gleichkommt, wie der Vater eines Kindes mit Beeinträchtigung es ausdrückte! Klar, dass eine Schule mit solch innovativen Unterrichtskonzepten bei Eltern auch Irritationen auslösen kann. Die Schule arbeitet weiter daran, auch Eltern mitzunehmen, die skeptisch sind, vielleicht weil das, was sie selbst einmal als Schule erlebt haben, mit dieser Schule kaum noch etwas gemein hat. Gau-Odernheim, wo liegt denn das? Man kann sagen: „This school put Gau-Odernheim on the map!“
    Weitere Informationen unter:http://schulpreis.bosch-stiftung.de

    DEUTSCHER SCHULPREIS:

    Bildungsministerin Ahnen gratuliert Grundschule Gau-Odernheim

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    Mainz, 03.06.2013 -Als „verdiente Würdigung der Anstrengungen, die die Schule bei der Qualitätsentwicklung und der Erarbeitung eines pädagogisch hochwertigen Angebots geleistet hat“, bezeichnete Bildungsministerin Doris Ahnen die Auszeichnung der Grundschule Gau-Odernheim beim diesjährigen, siebten Schulwettbewerb „Deutscher Schulpreis“ heute in Berlin.

    Der „Deutsche Schulpreis“, den die Robert Bosch-Stiftung gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung in Kooperation mit der ARD und der Zeitschrift stern organisieren, ist mit 243.000 Euro der höchst dotierte deutsche Schulwettbewerb. 2013 stand er unter dem Motto „Dem Lernen Flügel verleihen!“. Die rheinhessische Grundschule erhielt einen von vier Preisen, die neben dem Hauptpreis und dem Preis der Jury vergeben wurden, und kann sich über 25.000 Euro Preisgeld freuen.

    „Ich freue mich sehr, dass eine rheinland-pfälzische Grundschule unter den Preisträgern dieses renommierten Wettbewerbs ist“, schrieb Doris Ahnen in einem Brief, der in Berlin bei der Siegerehrung überreicht wurde, und ergänzte: „Ich gratuliere der gesamten Schule – neben der Schulleitung und dem Kollegium auch den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern, die alle ihren Beitrag zum Gesamterscheinungsbild leisten – ganz herzlich.“ Die Grundschule Gau-Odernheim, die als Ganztagsschule in Angebotsform und als Schwerpunktschule für den gemeinsamen Unterricht von Behinderten und Nicht-Behinderten ein breites Spektrum abdeckt, wurde von der Jury insbesondere für ihre Konzepte im Umgang mit Heterogenität gelobt. Die Grundschule Gau-Odernheim hatte sich im Wettstreit mit 113 anderen Schulen aus ganz Deutschland (darunter 43 Grundschulen) bis zur Endrunde durchgesetzt, in der dann 15 Schulen der unterschiedlichen Schularten ausgezeichnet wurden.